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Oman als Frau – Ein Reisefeature und Einblicke in ein faszinierendes Land

Die Journalistin Mirella Sidro lebt derzeit im Oman. Wo ist denn eigentlich der Oman? Ist es dort sicher, als Frau zu reisen? Mirella stellt sich den häufig gestellten Fragen im sisterMAG und gibt in einem umfassenden Reisefeature interessante Einblicke in ein faszinierendes Land und seine Kultur. Lest hier den ganzen Reisebericht mit vielen Insider-Tipps und Tricks!

Oman als Frau

Ein Reisefeature und Einblicke in ein faszinierendes Land

Wo liegt denn dieser Oman?

Das werde ich ganz oft gefragt und die ersten Reaktionen auf meine Antwort sind ziemlich überraschend, wenn gar nicht etwas entsetzt. Das Land, aus dem der Legende nach der bekannte Seefahrer Sindbad stammt, befindet sich zusammen mit Saudi-Arabien, Yemen und den Emiraten auf der arabischen Halbinsel direkt am arabischen Meer.

Was ich jetzt schon bestätigen kann – Oman ist die ideale Reisedestination für Frauen, die auch gerne mal alleine unterwegs sein möchten, um zur inneren Ruhe zu gelangen. Das ist im Oman nicht schwer, denn es gibt viele Orte, an denen man Kraft und Energie tanken kann. Beste Reisezeit: Oktober bis Anfang April, danach wird es ziemlich heiß im Land des Weihrauchs.

»Und da willst Du alleine als Frau für die nächsten Monate hinziehen? Ist das nicht zu gefährlich?«

Nun, die Antwort ist kurz und knapp: NEIN! Oman zählt zu den sichersten Ländern der Welt. Als Frau kann ich mich hier problemlos frei bewegen und allein reisen. Als ich das Land das erste Mal besuchte, wusste ich, dass dies der Ort ist, nach dem ich mich schon sehr lange sehnte. Waren es die Menschen, Kultur, Landschaft? Wahrscheinlich etwas von allem. Vor allem der Respekt gegenüber Frauen und Offenheit gegenüber allen Religionen hat mich sehr beeindruckt. Nun bin ich hier für die nächsten Monate, lerne die Landessprache in einem privaten College und möchte so viel wie möglich von dieser wunderbaren und vor allem inspirierenden Kultur kennenlernen.

Beste Reisezeit: Oktober bis Anfang April, danach wird es ziemlich heiss im Land des Weihrauchs.

Nichts geht ohne ein Auto

Maserati Levante Die Lieblingsorte haben wir mit dem SUV der Luxusmarke Maserati Levante besucht. Dank geht an Maserati Oman und Middle East.

Al Bustan Palace Zu Gast bei Sultan Qaboos

Viel beachten muss man hier nicht – schnell merkt man, dass sich der Alltag nicht so sehr von dem unseren unterscheidet. Was aber anders ist als in vielen Städten Europas: Hier ist man ohne Auto verloren! Am besten einen 4×4 SUV mieten. Die Verkehrsinfrastruktur ist modern und sicher. Sogar die Autobahnen werden abends beleuchtet. Auch wird sehr auf die Verkehrsregeln geachtet. Daher sind einige Orte aufgrund der Sicherheit nur mit einem 4×4 SUV zulässig, obwohl die Straßen breit genug und geteert sind.

Tritt man durch das Tor dieses Palastes, lässt man den Alltag hinter sich. Der Duft des omanischen Weihrauchs, schon seit der Antike weltweit bekannt und sogar von den Pharaonen begehrt, und die imposante und dennoch im Stil zurückhaltende Eingangshalle mit Kristallspringbrunnen und wunderschönem Kronleuchter geben die Natur Omans wieder – erbaut aus den wertvollsten Materialien und dennoch zurückhaltend und stilvoll. Im Oman wird Reichtum nicht zur Schau gestellt. Die Architektur passt sich auch der Natur an – man bleibt dem traditionellen Bau treu, ohne dabei auf den modernsten Komfort zu verzichten. Das Luxushotel liegt etwa eine gute Stunde vom Flughafen entfernt direkt an einem entlegenen Strand. Wie eine Muschel, in welcher die Perle verborgen liegt, schmiegt sich der oktogonale Bau perfekt in die Umgebung. Auf der einen Seite befindet sich ein wunderbar angelegter Garten direkt am Meer und auf der anderen Seite hat man einen Ausblick auf das Al Hajar Gebirge. Im Six Senses Spa werden neben luxuriösen Anwendungen verschiedene Sport-Aktivitäten angeboten. Und es gibt einen Privatstrand nur für Damen, der angemietet werden kann incl. privater Lounge mit Blick auf das Meer. Für mich ist das Al Bustan Palace eines der schönsten Hotels nicht nur in Oman, sondern weltweit.

Ist man in Muscat, besucht man natürlich einen einheimischen Bazar! Der wohl bekannteste ist SOUKH MUTRAH . War man schon einmal auf einem Basar in Ägypten oder Türkei, weiss man, dass es sehr laut und hektisch zugehen kann. Im Oman? Das absolute Gegenteil. Es ist ruhig und keiner versucht die Gäste in seinen Laden zu locken.

Die Preise sind fair und beim Handeln geht es sehr leise zu. Auch hier stehen Respekt und Zurückhaltung im Vordergrund.

Ich kaufe hier gerne Tücher, Weihrauch und Kleider ein – oder Stoffe, aus denen man sich sein Traumkleid nähen lässt. Kostenpunkt gesamt ca. 10 – 20 € abhängig vom Aufwand. Am besten in der Früh ab ca. 9.00 Uhr besuchen – dann ist nicht viel los und man findet einen Parkplatz.

Gegenüber des Souks liegt die CORNICHE. Die Promenade für Spaziergänge führt am Ufer entlang und man hat einen wunderbaren Blick auf den Hafen, unzählige kleine Geschäfte und historische Häuser auf der anderen Straßenseite. Vor allem am Abend ist es hier wunderbar.

Mein Tipp: Sich einen frisch gepressten Saft aus der Saftbar direkt neben dem SOUK MUTRAH holen und einen Spaziergang in Richtung Festung gönnen. Man bestaune auch die Sauberkeit des Bodens, über den man schreitet – der glänzt im Laternenlicht wie frisch poliert!

National Museum

Das Museum ist nicht nur was für Geschichtsliebhaber – auch das Gebäude und seine Innenarchitektur wird begeistern. Modernität perfekt gepaart mit Tradition, die den Gast in den Bann von 1001 Nacht zieht!

Royal Opera House

Das 2011 eröffnete ROYAL OPERA HOUSE war das erste und für lange Zeit das einzige Opernhaus in den Golfstaaten. Umgeben von einem Garten passt sich das königlich wirkende Gebäude der Natur an. Neben Opern werden internationale Konzerte und Ballett aufgeführt. Doch das Haus ist nicht nur interessant für Gäste, die eine Veranstaltung besuchen möchten – der Museumsshop und etliche Restaurants sind einen Besuch wert.

Sultan Qaboos

Grand Mosque

Die SULTAN QABOOS GRAND MOSQUE galt als die größte der Welt, bis ihr die Moschee in Abu Dhabi den Rang abgelaufen hat. Der Kronleuchter in der Mitte des Gebetsraumes wurde von Swarovski errichtet und wiegt acht Tonnen. Am persischen Gebetsteppich knüpften 600 Frauen vier Jahre lang 1,7 Millionen Knoten. Die Moschee bietet Platz für 20.000 Betende. Im Oman spielt Toleranz eine sehr große Rolle. Die Staatsreligion ist der Islam, andere Religionen werden respektiert. Keiner fragt mich nach der Glaubensrichtung, denn dies gilt im Oman als unhöflich.

Shopping

Eines der wertvollsten Parfums der Welt stammt aus dem Oman.

Hergestellt aus puren ätherischen Ölen kostet ein 100 ml Fläschchen bei uns „schlappe“ 380 € im Durchschnitt. Kostenpunkt im Oman: etwa die Hälfte. Am besten einen Besuch in der Manufaktur einplanen. Sie ist auch eine Art Showroom und man kann bei der Herstellung zusehen. Im Shop gibt es alle Parfums und auch eine Lederwaren- Kollektion, die man bei uns in Deutschland selten findet.

Natürlich gibt es etliche Shopping Malls. Zu den bekanntesten zählen OMAN AVENUES MALL, MUSCAT GRAND MALL, MALL OF MUSCAT und CITY CENTRE. Die Parkplätze sind großzügig angelegt und kostenlos. Und die Öffnungszeiten begeistern: abends sind die Tore in diesen EINKAUFS-MEKKAS bis zu 24.00 Uhr geöffnet!

Die Omanis, Männer und Frauen, gehen gerne in Cafés aus. Vor allem Smoothies und Shakes sind beliebt. Es gibt viele und auch internationale Ketten. Doch ich liebe die einheimischen Cafés, die liebevoll eingerichtet sind.

MINT & COCO wurde soeben zum besten Newcomer Restaurant im Oman ausgezeichnet. Ich trinke hier gerne Matcha Latte und das Nationalgetränk Chai Karak – schwarzer Tee mit Vollfettmilch, Gewürzen und manchmal auch Safran.

ROSELLE OMAN verzaubert durch seine Inneneinrichtung, die von Tausenden von Rosen geprägt ist! Und es gibt so viele Latte-Sorten, die alle üppig mit essbaren Blumen verziert werden! Hier isst wirklich das Auge mit!

Ist man unterwegs und hat Lust auf diese unglaublich leckere Teevariante im Oman, ist sie fast überall entlang der Strasse im Tea Corner zu bekommen für etwa umgerechnet 50 Cent.

Die besten frischen Säfte zum Mitnehmen gibt es bei MANGO TALAAT. Tolle frische Säfte und Kuchen mit Blick auf den Yachthafen hat man im CAFÉ BATEEL im neuen In-Viertel Al Mouj (The Wave). Hier ist es besonders schön bei Nacht – Café und Restaurant nach dem anderen reihen sich auf dem Weg zum Yachthafen.

Local Beauty

Ich liebe Henna! Und wenn man schon hier ist, sollte man einen Besuch in einem Henna- Studio nicht verpassen. Es gibt natürlich Studios für Touristinnen, aber da verpasst man das Omani-Feeling. Im ROYAL PRINCESSES PALACE sitzt man neben einheimischen Damen, mit denen man schnell ins Gespräch kommt, während Füße und Hände kunstvoll verziert werden. Vor allem zur Hochzeit und Eid sind die Studios voll, aber auch für den Alltag trägt Frau gerne Henna. Am besten Sonntag bis Mittwoch früh hingehen, da sind keine Wartezeiten zu erwarten. Kostenpunkt etwa. 25 € und eine Menge Spaß garantiert.

Lange Strände ohne Ende

Da der Oman direkt am Golf in seiner ganzen Länge liegt, ist das Land mit wundervollen Stränden gesegnet! Die Omanis nutzen jede freie Minute und verbringen dort viel Zeit – zum Spaziergang, Sport, Picknicken, Grillen oder nur zum Lesen und Sitzen. Sogar mit dem Auto kann auf dem Strand gefahren werden. Ich bin gerne in AS-SIB am Strand, an dem viele Einheimische anzutreffen sind. In der Früh genießt man von hier aus einem unglaublich schönen Sonnenaufgang und abends geht die Sonne zwar nicht über dem Meer unter, dafür hinter einer wunderschönen Moschee und taucht die Stadt in ein magisches Licht.

Anantara Jabal Akhdar

Apropos unvergessliche SONNENUNTER- UND –AUFGÄNGE . Die gibt es im Luxushotel ANANTARA JABAL AKHDAR. Nur etwa zwei Autostunden von Muscat entfernt liegt das Hotel auf einem Canyon in 2000 Meter Höhe. Auch die Fahrt dorthin bleibt unvergessen. Es geht weit in die Höhe auf einer serpentinenreichen Straße. Mit dem SUV ist es auch einfach, die Offroad Straßen zu nutzen, um in die pure Natur zu fahren. Man wird mit unglaublich SCHÖNEN AUSSICHTSPUNKTEN belohnt. Das Luxusresort scheint zwischen Himmel und Erde zu schweben und ist genau an dem Ort erbaut, von dem aus sich einst Lady Diana in das Land verliebte. Genau an dem Ort, an dem sie stand und über die unendlichen Canyons blickte, befindet sich der Aussichtspunkt, auf dem auch Yogaunterricht in der Früh stattfindet. Übersetzt heißt JABAL AKHDAR „Grüner Berg“. Den Namen hat er von den von Dorfbewohnern angelegten Gartenterrassen bekommen, auf denen die bekannten Granatäpfel, Aprikosen oder Mandeln wachsen. Und ganz berühmt ist das Rosenwasser von JABAL AKHDAR! Ende März bis Ende April blüht die Damaszener Rose, welche die Berge in ein feines rosa Meer verwandelt. Verweilt man zu dieser Zeit dort, dann unbedingt das frische Rosenwasser mitnehmen! Und der Aufenthalt wird im Spa mit einem Rosentreatment versüßt! Obwohl es so alleine in den Bergen liegt, wird es im Hotel niemals langweilig: ein großes Angebot an Aktivitäten ist vorhanden incl. Wandern in den Bergen. Ich empfehle allen mutigen Ladies, die keine Höhenangst haben, die ACTIVITY WALL – eine Mischung aus Hiking und Abenteuer. Auch der Garten des Hotels, dessen Architektur an ein omanisches Dorf erinnern, ist sowohl tagsüber als auch nachts ein Highlight. Hier finden sich nur einheimische Bäume, Blumen und natürlich die berühmten Rosensorten. Nachts sind die Wege nur leicht erleuchtet, um den sternenreichen Himmel sehr gut sehen zu können. Und den wird man garantiert nicht vergessen!

Oman ist voll mit Festungen und Burgen.

Die Omanis waren schon in der Antike sesshaft und kein Nomadenvolk. Eine der schönsten und größten Burgen befindet sich in NIZWA. Und wie praktisch, dass sie sich auf dem Weg vom Hotel zurück nach Muscat befindet! Die Stadt gilt heute als Künstlerstadt, im Mittelalter war sie der Hauptsitz der Imame. Die Burg ist komplett renoviert. Der Ausblick über die Stadt ist phänomenal: WEISSE HAUSDÄCHER ragen zwischen den Palmen heraus, im Hintergrund Felsformationen, die unendlich in den Horizont ragen.

Die Burg ist umgeben von Basaren und Künstlerateliers.

Altes Kunsthandwerk soweit das Auge reicht. Aber Vorsicht! Der Künstlermarkt ist sehr teuer! Die einheimische Töpferware, handgeflochtenen Körbe, Weihrauchgefäße etc. bekommt man im SOUK MUTRAH in Muscat zu viel günstigeren Preisen! Im Souk empfehle ich einen Besuch bei den Brüdern mit den blauen Augen. Gewürze, Nüsse, getrocknetes Obst, Rosenwasser und Naturseifen aus Weihrauch und Rosen kaufe ich hier regelmäßig ein.

Die Natur Omans mit seinen Bergen, Wadis, und Oasen ist ein perfekter Ort, um seine Seele mit der Natur und dem Universum zu verbinden.

Einer meiner Lieblingsorte ist der HAWIYAT NAJM PARK . Mitten in dieser Wüstenlandschaft befindet sich ein Senkloch mit türkisgrünem Wasser. Das Wasser ist so klar, dass man den Grund aus der Höhe sehen kann! Die Bimmah-Senke sei aufgrund eines Meteoriteneinschlags entstanden, erzählen sich die Bewohner. Doch das wurde bereits widerlegt. Das Wasser, ein Gemisch aus Salz-und Süßwasser, ist frisch und sehr sauber. Wer möchte, kann darin ein Bad nehmen.

Richtig toll baden kann man in den Wadis. Eines der bekanntesten ist WADI SHAB. Es geht etwa eine Stunde zu Fuß über große Felsen und Naturpfade durch eine Schlucht zwischen zwei Bergen. Man fühlt sich tatsächlich wie im Märchen von Aladin oder Alibaba und den 40 Räubern. Es sind kaum Menschen unterwegs und man ist von den Naturbildern überwältigt. Auch die teilweise nicht ungefährlichen Naturwege halten einen nicht davon ab, weiter zu gehen. Zu groß ist die Neugierde, was sich hinter dem Felsen noch verbergen könnte. Mal sind es kleine Wasserfälle, mal Bananengärten, die nach dem Jahrtausend alten Bewässerungssystem mit Wasser versorgt werden. Die Wanderung wird letztendlich belohnt mit Naturpools mit hellgrünem Wasser! Da meistert man auch den anstrengenden Rückweg mit einem Lächeln!

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