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Moderner Betrug im Internet

Die moderne Form des Hütchenspiels erfordert keine Fingerfertigkeit, umgedrehte Becher und eine Erbse, sondern nutzt unsere Gutgläubigkeit, unsere Unachtsamkeit und Faulheit in Sachen Sicherheit im Internet aus. Daher legt der »Safer Internet Day« – jedes Jahr am 11. Februar – den Fokus auf unsere Surfgewohnheiten und darauf, wie wir sie sicherer gestalten können. Hier im sisterMAG geben wir euch sechs Tipps mit, die euch dabei helfen, an jedem Tag im Jahr eure Sicherheit im Netz zu erhöhen.

Moderner Betrug findet im Internet statt 

6 Tipps für bessere Netzsicherheit

Die moderne Form des Hütchenspiels erfordert keine Fingerfertigkeit, umgedrehte Becher und eine Erbse, sondern nutzt unsere Gutgläubigkeit, unsere Unachtsamkeit und Faulheit in Sachen Sicherheit im Internet aus. Daher legt der »Safer Internet Day« – jedes Jahr am 11. Februar – den Fokus auf unsere Surfgewohnheiten und darauf, wie wir sie sicherer gestalten können. Hier sind sechs Tipps, wie ihr an jedem Tag im Jahr eure Sicherheit im Netz erhöhen könnt.

#1: Benutzt sTaRk3! Passwörter

Eure Internetsicherheit beginnt mit dem Login. Kein Schutz der Welt kann euch helfen, wenn ihr eure Accounts mit schwachen Passwörtern sichert. Ihr habt bestimmt schon häufig gehört, dass ihr sTaRk3! Passwörter mit Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbolen verwenden solltet. Bei verschiedenen Sicherheitsverstößen stellte sich heraus, dass die Passwörter 123456, »Passwort« und 123456789 noch immer zu den beliebtesten zählen. Man muss kein Genie sein, um solche Passwörter zu knacken.

Ein weiteres Problem ist, dass nicht nur Menschen versuchen, Passwörter zu erraten, sondern auch Computer. Dabei wird eine Technik verwendet, die als Brute-Force-Methode bezeichnet wird: Es wird jede mögliche Kombination ausprobiert, bis das Passwort gefunden ist. Die möglichen Passwortkombinationen sind endlos, aber Computer können Tausende pro Sekunde testen. Mit Wörtern aus dem Wörterbuch wird angefangen. Deshalb sollte das eigene für höhere Sicherheit so zufällig wie möglich sein.

#2: Achtet auf eure Social-Media-Einstellungen

Wenn ihr euch in den sozialen Medien zu sicher fühlt, können Menschen mit bösen Absichten an eure vertraulichen Informationen kommen, ohne überhaupt euren Account zu knacken. Wenn ihr ein Foto von einem Paket teilt, das ihr bestellt habt, veröffentlicht ihr ungewollt eure Adresse. Postet ihr Fotos aus dem Urlaub, verratet ihr, dass ihr gerade nicht zu Hause seid.

Fragt euch deshalb jedes Mal, wenn ihr etwas posten wollt: Kann ich diese Information veröffentlichen oder ist sie nur für meine Familie und Freunde gedacht? Passt die Privatsphäre-Einstellungen des Posts dementsprechend an. Das könnt ihr für jeden einzelnen Post oder Foto tun. Seid euch bewusst, was ihr der ganzen Welt zeigt.

#3: Vorsicht bei offenem WLAN

Wenn ihr über eure Internetsicherheit nachdenkt, solltet ihr euch nicht nur damit befassen, was ihr im Internet tut, sondern auch damit, wie ihr euch mit dem Netz verbindet. Ihr solltet vermeiden, euch in eure Account einzuloggen, wenn ihr ein WLAN-Netzwerk ohne Passwort nutzt. Offenes WLAN bedeutet, dass jeder in der Lage ist, an alle Details zu kommen, die ihr beim Einloggen angebt. Es ist besonders gefährlich, euer Bankkonto oder andere vertrauliche Daten zu checken. In solchen Fällen ist eure mobile Verbindung sicherer.

Das FBI warnt: »Die Nutzung eines kostenlosen, unverschlüsselten WLAN-Netzwerks ist eine offene Einladung an Verbrecher, auf ein Gerät zuzugreifen. Hacker können Schadsoftware aufspielen, Passwörter und PINs stehlen oder sogar die Kontrolle über Kontakte und Kamera übernehmen.« Um sicher zu sein, solltet ihr nur vertrauenswürdiges WLAN nutzen. Wenn es keine anderen Möglichkeiten als offenes WLAN gibt, solltet ihr euch zumindest nicht mit eurem Bankkonto oder anderen sensiblen Plattformen verbinden.

#4: Haltet nach verschlüsselten Seiten Ausschau

Selbst wenn eure Verbindung sicher ist, solltet ihr nicht vergessen, dass nicht jede Webseite geschützt ist. Wenn ihr im Internet surft, achtet auf die Adresse der Seiten: Wenn dort https:// steht, seid ihr sicher. Wenn kein S am Ende steht, dann seid vorsichtig mit der Webseite.

Arnas Stuopelis, Geschäftsführer des Webhosting-Anbieters Hostinger, erklärt: »Um sicher zu sein, dass eure Daten geschützt sind, haltet Ausschau nach dem S am Ende von https://. Dieses S steht für ein SSL-Zertifikat. SSL ist die Abkürzung für Secure Sockets Layer. Es macht die Kommunikation zwischen einem Website-Server und dem Computer sicherer, indem es sie verschlüsselt. Gebt also keine vertrauenswürdigen Informationen auf einer Webseite ein, wenn es kein S in der Adresszeile steht.«

#5: Klickt klug

Nicht nur die Nacht ist dunkel und voller Schrecken – auch das Internet kann so sein. Zwielichtige Webseiten tarnen sich als Werbung, Gewinnspiel oder andere »normale« Inhalte. Gary Davis warnt: »Spam-Mails, gefälschte »kostenlose« Angebote, Köder, Online-Quizze und viele mehr nutzen diese Taktik, um euch zu animieren, auf gefährliche Links zu klicken oder persönliche Informationen preiszugeben. Seid immer vorsichtig bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein, oder die nach zu vielen Informationen fragen.«

#6: Das Gleiche gilt für euer Telefon

Wenn ihr euch um eure Sicherheit im Internet kümmert, vergesst euer Smartphone nicht. Telefone sind heutzutage kleine Computer. Ihr könnt mit ihnen das Gleiche machen wie mit eurem Computer. Und Unsicherheiten im Internet können euch auf die gleiche Weise treffen.

Nokia schreibt: »Smartphone-Nutzer brauchen ebenfalls ein größeres Bewusstsein für Internetsicherheit, besonders angesichts der zunehmenden Nutzung von Services zum Geldtransfer. Dazu gehören der Kauf von Apps, Musik und anderen digitalen Gütern, das Online-Shoppen von materiellen Gütern sowie mobile Bankgeschäfte. Diese Aktivitäten ziehen Kriminelle an, da sie einen direkten oder indirekten Zugang zu Bankdaten und Kreditkarten erfordern.«

Nur ihr selbst könnt euch um eure Sicherheit im Internet kümmern. Es ist eure eigene Verantwortung. Lernt also, wie ihr eure Daten im Netz schützt. Fangt damit an, eure Passwörter zu stärken, eure Social-Media-Einstellungen zu checken (und zu ändern). Vermeidet offene WLAN-Verbindungen. Klickt klug, seid nicht zu naiv, wenn ihr »kostenlos« oder »Angebot« lest. Und denkt daran, dass euer Telefon ebenfalls mit dem Internet verbunden ist und die gleichen Regeln auch dafür gelten.