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»Digital Ladies Travel« – Tel Aviv

Auch in Tel Aviv hat das Bauhaus seine Spuren hinterlassen, in keiner anderen Stadt gibt es mehr Häuser im »Bauhaus-Stil«. Entdeckt hier im sisterMAG das neue Reiseziel unserer »Digital Ladies Travel« Reise Serie gemeinsam mit Sivan Askayo, die euch ihre Lieblingsorte der Stadt zeigt. Plant ihr eine Reise nach Tel Aviv? Dann wird euch dieser Reiseguide sicher eine gute Hilfe sein!

»Digital Ladies Travel« – Tel Aviv

STYLISH, CONTEMPORARY CITY

Wenn Menschen, die noch nie in Israel waren, erfahren, dass ich ursprünglich aus Tel Aviv komme, dann denken sie meistens, dass es eine provinzielle Stadt im Mittleren Osten voller träger Kamele, bewaffneter Soldaten und alter biblischer Monumente ist. Ich weiß dann gar nicht, womit ich beginnen soll, ihnen zu beweisen, dass sie unrecht haben. Tel Aviv ist eine stylische, zeitgemäße Metropole am Mittelmeer, die voll ist mit schicken und belebten Cafés und Restaurants, einer aufregenden Kultur, trendigen Boutiquen, hübschen und lebhaften Menschen und einem rauschenden Nachtleben.

Die Stadt ist bekannt für ihre Clubs, Restaurants, Kunstgalerien und kulturellen Events. Aber die wahre Verführung der Stadt kommt von den Menschen, die sie ihre Heimat nennen. Das merkt ihr in den vollen Cafés, die vor Lachen brummen und in denen sich rund um die Uhr unterhalten wird, an den Massen, die aus den Theatern, Konzerthallen und Nachtclubs strömen, und selbst an der Art, wie sich die Menschen kleiden. Es ist kein Zufall, dass sich Tel Aviv »die Stadt, die niemals schläft« nennt. In der Tat: New York hat einen Rivalen.

In letzter Zeit hat Tel Aviv eine grandiose  Entwicklung durchgemacht: Neue Hochhäuser sind im Bau, alte Gebäude werden abgerissen oder restauriert, manche werden in schicke Boutique-Hotels verwandelt. Der Kontrast zwischen neuem und altem, schickem und konservativem sowie lokalem und internationalem Flair macht Tel Aviv so besonders. Und wir sollten auch nicht den Strand vergessen. Der gesamte Westen von Tel Aviv liegt am Mittelmeer und beherbergt einen 14 Kilometer langen Sandstrand. Die Küste zieht sowohl junge als auch ältere Einheimische und Touristen an, die gerne in der Sonne liegen, surfen, Kajak fahren, joggen oder sich einfach nur mit ihren Freunden treffen und Zeit verbringen wollen.

 

Und nicht zuletzt ist Tel Aviv die Stadt, in der es weltweit die meisten Gebäude im Bauhaus-Stil gibt. Eine Ansammlung von mehr als 4.000 Gebäuden in der Weißen Stadt wurde 2003 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Hier sind ein paar Highlights für euren nächsten Besuch in Tel Aviv:

Gemütliche Cafés

Israelis LIEBEN ihren Kaffee, und es gibt eine großartige Kaffeekultur in Israel. Wenn man zu seinen Freunden sagt: »Lasst uns auf einen Kaffee treffen«, dann meint man eigentlich ein zwei- bis dreistündiges Gespräch über das Leben. Wie in einer mediterranen Stadt üblich, in der fast das ganze Jahr über warmes Wetter herrscht, sind die meisten Cafés draußen oder haben zumindest einen Bereich, in dem man draußen sitzen kann. Neben internationalen Café-Ketten gibt es in der ganzen Stadt eine eindrucksvolle Anzahl an gemütlichen, unabhängigen Cafés, die ihren Kaffee selbst rösten. Die Kaffee-Kioske an den begrünten Boulevards sind in Tel Aviv besonders einmalig. Hier bekommt ihr nicht nur euren Kaffee, um damit zur Arbeit zu gehen oder auf einer Bank unter einem Baum zu sitzen, sondern auch leckere Sandwiches und Gebäckstücke.

Shopping und einzigartige Souvenirs: Der Jaffa Flea Market und der Saga Store

Der Jaffa Flea Market, oder Shuk Hapishpeshim auf Hebräisch, ist ein Highlight in der alten Hafenstadt. (Jaffa ist eine 4.000 Jahre alte Stadt, die an Tel Aviv grenzt und ein Teil von ihr ist.) Der Flohmarkt hat sich in den letzten Jahren dramatisch vergrößert und weiterentwickelt. Neben Antiquitätenläden und Händlern, die dort seit Ewigkeiten authentische Antiquitäten, Holzarbeiten, Judaica und Silber verkaufen, findet ihr neue Boutiquen von jungen israelischen Designern, Galerien und viele Bars und Restaurants mit Live-Musik. Einer meiner liebsten Orte zum Shoppen ist Saga. Darin gibt es zudem eine Galerie, die einzigartige Kunstwerke und Produkte von israelischen Designern beherbergt und bewirbt. Ihr könnt dort Wohnaccessoires, Lampen, Bücher, Poster, Schmuck und mehr bekommen. Die Ausstellung der Galerie verändert sich regelmäßig und jeder Besuch im Laden bietet eine andere Erfahrung.

Eine Bar, in der ihr Einheimische trefft: Ramesses

Die Etablissements von Tel Aviv rühmen sich damit, so lange offen zu sein, bis der letzte Besucher geht. Ein typisches Beispiel: Ramessess, ein Bar-Restaurant, das eine gesamte Fußgängerstraße im griechischen Teil von Jaffas Flohmarkt einnimmt. Die besten Zeiten für einen Besuch sind die Abende am Wochenende und der Freitagnachmittag. Auch wenn das Lokal voll sein mag, erlebt ihr dann die wahre Atmosphäre des Ortes. Zwei der besonderen Cocktails sind: Eros (Gin mit Rote Bete, Himbeeren, Hibiskus, Koriander) und Aphrodite (Gin mit Oliven, hausgemachtem Sirup aus Olivenblättern und persischen Limetten und frischem Zitronensaft).

Dinner mit Freunden: Port Said

Das Restaurant „Port Said“ ist cool, ohne bemüht zu sein, und überaus hip. Es ist das kulinarische Kind vom Chefkoch Eyal Shani, einer TV-Persönlichkeit (»MasterChef Israel«) und einem der bekanntesten Köche Israels. Er ist bekannt für seinen höchst theatralischen, bodenständigen Ansatz, so wird sein Essen auf Pappe oder direkt an der Bar serviert. Das Essen ist orientalisch mit einem interessanten Dreh, einer Mischung aus ägyptischen (Msabbaha und Limabohnen) und osteuropäischen (Hering mit Crème fraîche) Elementen. Neben dem leckeren Essen, dem trendigen Publikum und den DJs liebe ich den Standort vom Port Said im Schatten der Großen Synagoge in der Allenby Street.

Hummus zum Mittag

Hummus ist vielleicht das beliebteste israelische Street-Food für ein schnelles Mittagsessen unterwegs. Es gibt viele großartige Hummus-Läden in ganz Tel Aviv, und unter Einheimischen herrscht eine andauernde Debatte darüber, welcher der Beste ist. Zugegeben, es ist unmöglich, über eine Geschmackssache zu streiten.

Einer meiner liebsten Orte, an den ich gerne mit Gästen gehe, ist Abu Hassan/Ali Karavan in Jaffa. Manche bezeichnen es als »Loch in der Wand«, weil es ein sehr simpler Ort ist. Aber wenn ihr einen Platz bekommt, bevor der Hummus weg ist (wer zuerst kommt, wird zuerst bedient), erlebt ihr einen der leckersten Genüsse der Stadt.

Vertraut darauf, dass die Tel Aviver das Thema Hummus auf ein neues Level gehoben haben. Im jemenitischen Viertel in der Nähe vom HaCarmel-Markt sitzen die Speisenden Schulter an Schulter auf Plastikstühlen bei Shlomo and Doron. Diesen Ort gibt es seit 82 Jahren (in vierter Generation), und er serviert vor allem Hummus. Auf der derzeitigen Speisekarte stehen neue Varianten der klassischen Gerichte. Es gibt Matbucha, ein Hummus-Shakshuka aus geräuchertem Matbucha-Salat mit grüner Tahini, Mexican, ein Hummus mit einer Mischung aus mexikanischen und Favabohnen und gehackten Jalapeños, und Tanduri Dal mit indischem Linsen-Dal in Tandoori-Curry.

Wenn ihr also denkt, dass Hummus immer mehr oder weniger das gleiche ist, dann empfehle ich euch dringend, eine dieser Spezialitäten zu probieren. Denn ihr lagt bisher falsch! ;)

Der beste Abendrot-Strand

Eigentlich jeder Strand. Einige Leute mögen es, am Strand in den Tag zu starten, und manche genießen es, die Sonne dabei zu beobachten, wie sie langsam in den Wellen verschwindet. Beides wird euch glücklich machen. Und hey, warum auch nicht beides?

Was Touristen verpassen könnten, aber Einheimische lieben: Food Markets wie HaCarmel und LeVinski (besonders nachts)

Wenn ich unterwegs bin, besuche ich selten die örtlichen Märkte (es sei denn, sie werden mir von Einheimischen besonders empfohlen). Tel Aviv ist berühmt für seine Food Markets wie den HaCarmel Market (Shuk HaCarmel) und den LeVinski Market (Shuk Levinski). In letzter Zeit findet man dort neben Obst- und Gemüseständen auch kleine Food-Läden, Falafel, Hummus, Fleisch-Restaurants, Kaffeeröstereien und mehr. Es werden auch verschiedene Food-Touren über diese Märkte angeboten, die sehr beliebt und unbedingt empfehlenswert sind. Aber während Touristen diese Märkte tagsüber besuchen, genießen es die Einheimischen, die winzigen Restaurants und Bars aufzusuchen, die ausschließlich nachts geöffnet sind. Diese Märkte haben eine komplett andere Atmosphäre, wenn die Sonne untergegangen ist. Ich empfehle sehr, die Märkte tagsüber zu besuchen (am besten auf einer Food-Tour) und am Abend zum Essen wiederzukommen.

Einzigartige Architektur – Das Tel Aviv Museum of Art + das Design Museum Holon von Ron Arad

Der 2011 eröffnete neue Flügel vom Tel Aviv Museum of Art, der nach Herta and Paul Amir benannt wurde, besteht aus 430eckigen Flächen aus Beton, die ein glänzendes weißes Dreieck bilden – oder einen »Wasserfall aus Licht«, wie es der amerikanische Architekt Preston Scott Cohen genannt hat. Es beherbergt ein israelisches Architektur-Archiv und einen Bereich für Fotografie und visuelle Kunst.

Design Museum Holon – Das Gebäude südlich von Tel Aviv ist ein Kunstwerk für sich. Gestaltet wurde es vom israelischen und in London ansässigen Architekten Ron Arad. Diese architektonische Ikone entstand aus fünf geschwungenen, rubinroten Stahlbändern. Einige Touristen fahren von Tel Aviv aus 20 Minuten mit dem Taxi, nur um das Gebäude von außen zu sehen. Schaut es euch aus verschiedenen Blickwinkeln an, um einen Eindruck davon zu bekommen, was es so besonders macht.

Das beste Hotel für einen kurzen Aufenthalt: The Norman

Wenn ich einen tollen Ort empfehlen soll, an dem man in Tel Aviv übernachten kann, dann wäre das zweifellos das Hotel The Norman. Nicht, weil ich es vor seiner Eröffnung sechs Monate lang fotografiert habe, sondern vor allem wegen seines luxuriösen und außergewöhnlichen Services, der einen neuen Standard im Gastgewerbe der Stadt gesetzt hat. Das Hotel befindet sich am King Albert Square, mitten im Herzen der Weißen Stadt. Es besteht aus zwei eleganten, wunderschön restaurierten Gebäuden. Das Hauptgebäude des Hotels (in hübschem Hellblau) ist modern und weist klare Linien und Rollläden aus Holz (wie in der Architektur der 1920er) auf. Und das zweite Gebäude (in Hellbraun) ist eklektisch mit ein paar orientalischen Akzenten. Die Inneneinrichtung vom Norman umfasst antiquarische Elemente aus dem Interieur des originalen Gebäudes, einschließlich israelischer Kunstwerke. Neben den Zimmern der Kategorien Classic, Deluxe und Grand Deluxe gibt es sechs verschiedene Arten von Suiten, die alle einzigartig sind. Highlights des Hotels sind die Library Bar, die im Kolonialstil der 1940er gestaltet wurde, und der Infinity-Pool auf dem Dach, der einen beeindruckenden Blick über Tel Aviv bietet.