Follow my blog with Bloglovin

Reisetrends Slow Travel, Van Life, Zero Waste!

Pauschalreisen gehören gefühlt der Vergangenheit an. Im Trend liegen bewusste, nachhaltige Ferien jenseits von Touri-Hochburgen und Insta-Feeds. Der ökologische Fußabdruck, Digital Detox und ganz viel Natur stehen aktuell im Fokus. Die Reisetrends 2019 heißen Slow Travel, Van Life und Zero Waste. Wir zeigen im sisterMAG, was hinter den Phänomenen steckt und warum sie so viel Nachhaltigkeit versprechen.

Reisetrends Slow Travel, Van Life, Zero Waste!

Darum ist Urlaub auf diese Weise nachhaltig

Pauschalreisen gehören gefühlt der Vergangenheit an. Im Trend liegen bewusste, nachhaltige Ferien jenseits von Touri-Hochburgen und Insta-Feeds. Der ökologische Fußabdruck, Digital Detox und ganz viel Natur stehen aktuell im Fokus. Die Reisetrends 2019 heißen Slow Travel, Van Life und Zero Waste. Wir zeigen, was hinter den Phänomenen steckt und warum sie so viel Nachhaltigkeit versprechen.

Eine Reise zu den schönsten Hotspots Europas: heute Paris, morgen London, übermorgen Stockholm – kein Problem mit dem Flieger und super für den Insta-Feed. Doch erholsam ist das weniger und gut für den ökologischen Fußabdruck schon gar nicht. Hier setzt eine Gegenbewegung zu diesem hektischen Leben an, sie fokussiert sich auf langsames Reisen: Weniger sehen, mehr erleben, das ist gewissermaßen die Devise des Phänomens »Slow Travel«, welches das Netz sowie Straßen und Schienen längst erobert hat.

Urlaubstrend »Slow Travel«

Denn auf das Fliegen wird dabei, so gut es geht, verzichtet. Immerhin gilt das Flugzeug als umweltbelastendstes Fortbewegungsmittel überhaupt. Hier hinein spielt auch das Phänomen »Flugsham«, das als eigener Hashtag Reisen ohne Flugzeugnutzung propagiert.

Stattdessen schwingen sich Slow Traveller in Busse, Bahnen, Bullis, aufs Fahrrad oder in die Laufschuhe und machen sich auf einen Weg, der dem Flieger eins voraus hat: schon unterwegs viel zu sehen. Ganz nach dem Motto »Der Weg ist das Ziel« wird dabei bereits die Anreise zum Abenteuer. Sei es eine Wanderung, Bahnfahrt, Radtour oder ein Roadtrip mit dem Wohnmobil, wobei nach Belieben individuelle Zwischenstopps möglich sind. Wer auf das Flugzeug schlecht verzichten kann, sollte zumindest darauf achten, nur Direktflüge zu wählen, denn bei Start und Landung wird das meiste CO2 ausgestoßen.

Destinationen sind beim Reisetrend »Slow Travel« weniger Touri-Hochburgen, sondern eher unbekannte Orte. Am Urlaubsziel angekommen, heißt es dann entspannen statt ausschwärmen: Achtsamkeit statt Insta-Like. Sich auf sich selbst besinnen statt Bilder für andere zu schießen, eine Auszeit vom Alltag machen und ihn nicht mit in den Urlaub nehmen – Qualität statt Quantität eben!

Dabei ist mit Slow Travel nicht sprichwörtlich langsames Reisen, sondern eher bewusstes Wahrnehmen gemeint. Einheimische treffen, lokale Produkte kaufen, genießen. Es geht also weniger um die Geschwindigkeit, sondern vielmehr um eine Einstellung. Um weniger Reize und mehr Relaxen, damit man keine wertvolle Energie verschwendet und den Akku mal wieder richtig aufladen kann – mehr Natur, weniger Smartphone. Digital Detox ist hier das Stichwort. Da wären wir auch schon beim nächsten Trend.

Urlaubstrend »Van Life«

Dieser braucht zumindest ein bisschen Digitalität. Er heißt Van Life und hat sich zu einem hübschen Insta-Trend mit fast 5,5 Millionen Einträgen gemausert. Dahinter verbirgt sich das Prinzip des Caravanings, also des Lebens unterwegs.

Dabei kann man sich ins eigene Auto oder das private Wohnmobil setzen und losstarten. Auch kann man sich einen Wagen bzw. ein Wohnmobil mit Bett und Miniküche mieten. Letzteres ist logischerweise nachhaltiger, wenn man nicht gerade Dauercamper ist. Noch ökologischer wird der Urlaub, wenn man sich die fahrbare Unterkunft mit mehreren Menschen teilt. Je mehr, desto besser fürs Klima – und für den Geldbeutel.

Das Gute am Caravaning bzw. Van Life im Vergleich zum Hotel ist vor allem der ressourcenschonende Verbrauch: das persönliche Badetuch versus täglicher Wechsel oder die persönlichen Lieblingsprodukte versus überbordende Buffets. Wer dann noch auf Stromfresser wie Klimaanlage und Elektrogrill verzichten kann und zur Abkühlung ins Meer hüpft sowie auf einen Gasgrill oder eine Feuerstelle setzt, der kommt dem Van Life gleich noch ein Stückchen näher. Manche nehmen den Trend übrigens durchaus wörtlich und machen ihn zum Lebenskonzept: Das eine oder andere Insta-Pärchen lebt und arbeitet in seinem umgebauten VW Bulli … Hach, herrlich.

Urlaubstrend »Zero Waste«

Da wir bereits beim Thema Nachhaltigkeit und (umwelt-)bewusstem Reisen sind: Ein weiterer Urlaubstrend hat sich dem Plastikverzicht bzw. der Müllreduktion verschrieben und nennt sich Zero Waste. Was bereits in vielen Haushalten angewandt wird, hält nun in Wohnmobilen, Bullis und Co seinen Einzug.

Genauso wie zu Hause lässt sich das Prinzip auch unterwegs umsetzen: etwa mit Glasbehältern und -flaschen, die immer wieder mit Wasser und Lebensmitteln befüllt werden können. Mehrweg statt Einweg lautet das Credo: Mit auf Reisen gehen dann das eigene Besteck sowie persönliche Trinkflaschen, Brotboxen und Jutebeutel statt Plastiktüten, Alufolie und PET-Flaschen.

Damit lassen sich Obst, Gemüse und Co prima verpacken und transportieren. Strom – etwa fürs Handy – liefert die Sonne über ein Solar-Ladegerät. Damit zeigt auch dieser Trend: Es braucht nur ein bisschen Vorbereitung und Planung, dann minimiert sich der Plastikverbrauch bzw. Abfall enorm. Nachhaltiges, bewusstes Reisen, wir kommen!