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Interior-Hacks in Gelb, Blau und Nude

Gelb, Blau, Nude – diese Farben machen nicht nur Roy Lichtensteins Werk »In The Car« einzigartig, sie bestimmen gewissermaßen auch unseren Alltag. Bereits im Entstehungsjahr des Pop-Art-Kunstwerks 1963 hielten sie Einzug in diesen und sind heute mehr ein Farbtrend denn je, vor allem im Interiorbereich. Marlen Gruner wirft im sisterMAG einen Blick in Wohn-, Schlafzimmer und Co und schaut, mit welch kleinen Kniffen farbenfrohes Interiordesign gelingt.

Interior-Hacks in Gelb, Blau und Nude

Warum Lichtensteins Farben von 1963 heute Einrichtungsstile bestimmen

Gelb, Blau, Nude – diese Farben machen nicht nur Roy Lichtensteins Werk »In The Car« einzigartig, sie bestimmen gewissermaßen auch unseren Alltag. Bereits im Entstehungsjahr des Pop-Art-Kunstwerks 1963 hielten sie Einzug in diesen und sind heute mehr ein Farbtrend denn je, vor allem im Interiorbereich. Wir werfen einen Blick in Wohn-, Schlafzimmer und Co und schauen, mit welch kleinen Kniffen farbenfrohes Interiordesign gelingt.

Sehen wir uns die Farben Gelb, Blau und Nude zunächst einmal genauer an. Ein Blick auf den Farbkreis zeigt, dass Geld und Blau – neben Rot – zu den Primärfarben gehören. Mischungen aus diesen beiden ergeben die sogenannten Sekundärfarben.

Doch bleiben wir bei den Grundfarben: Gelb und Blau machen sich hervorragend im Interiordesign. Gelb steht dabei übrigens für Sonne und Leben. Die Farbe vermittelt Wärme, Lebendigkeit sowie Frische, sie wirkt hell und einladend. Blau hingegen wirkt erfrischend und maritim. Dazu vermittelt Nude Harmonie und Ruhe.

Das Geheimnis der kühlen und warmen Töne

Doch Gelb ist nicht gleich Gelb und Blau ist nicht gleich Blau! Verschiedenste Nuancen lassen diese Farben immer wieder anders erscheinen und geben Räumen stets ein anderes Gesicht. Dabei unterscheidet man zwischen kühlen und warmen Tönen. Während die kalten Nuancen einen geringen Gelbanteil haben, bestehen die warmen Töne zu mehr als 50 Prozent aus Gelb.

Zu den kühlen Blautönen zählen etwa Marine-, Kornblumen-, Tinten-, Jeans-, Himmel-, Azur- und Kobaltblau. Warme Pendants heißen unter anderem Gletscher-, Aqua-, Türkis-, Ozean- und Petrolblau. Hört sich nach Urlaub an und löst direkt Bilder im Kopf aus, oder? Zu den kühlen Gelbtönen zählen übrigens Zitronen-, Limonen-, Blass- und Kanariengelb. Warm wird es mit den Nuancen Sonnen-, Honig-, Curry-, Mais und Senfgelb. Doch genug der Basics, kommen wir zu den Hacks.

Interior-Hack #1: Wild mischen

Wer jetzt denkt, dass nur warme oder ausschließlich kühle Töne zusammen funktionieren, der irrt. Denn sehr wohl kann man ein kühles Gelb mit einem warmen Blau kombinieren oder andersherum ein warmes Gelb mit einem kühlen Blau. Wichtig dabei ist nur, dass die Farben gezielt punktuell eingesetzt werden, um das Auge nicht zu überfordern. Nudetöne, die durch Holzmöbel und -böden automatisch Einzug halten, bringen die nötige Ruhe in das Raumkonzept.

Interior-Hack #2: Monochromatisch designen

Man kann aber auch prima verschiedene Töne einer Farbfamilie miteinander kombinieren, was Wandfarben, Einrichtung und Deko betrifft. Auf diese Weise entstehen sogenannte monochromatische Looks. Sie lassen Räume ausbalanciert wirken. Diese Art des Interiordesigns kommt dabei schlicht und stilvoll elegant zugleich herüber.

Interior-Hack #3: Mit Schwarz und Weiß kombinieren

Möglich ist außerdem die Einbettung des Trios Gelb, Blau, Nude in ein Interiorkonzept aus Nichtfarben, also die Kombination mit Schwarz oder Weiß oder beidem. Dabei sollte jedoch eine der Primärfarben dominieren, um eine gewisse Harmonie in den jeweiligen Raum zu bringen. Das kann etwa eine Wandfarbe in Blau sein plus Akzente durch Einrichtungs- bzw. Dekoelemente in Blau, Gelb und Nude.

Interior-Hack #4: Durch helle Farben optisch vergrößern

Vorsicht ist jedoch bei dunklen Wandfarben geboten, etwa einem Marine- oder Mitternachtsblau. Das lässt den Raum optisch kleiner wirken. Folglich braucht es helle Möbel und Deko, um das jeweilige Zimmer visuell geräumiger wirken zu lassen. Böden und Möbel sind meist von Natur aus „nude“ und damit ideal, um optische Ruhe ins Zimmer zu bringen. Auch möglich ist, nur eine Wand in dieser starken Farbe zu streichen.

Interior-Hack #5: Mit Deko experimentieren

Zudem lässt sich mit Dekoelementen wie Kissen in Gelb- und Blaunuancen spielen. Diese lassen sich je nach Jahreszeit und Laune nämlich flink austauschen und bringen neues Flair in die eigenen vier Wände. Grundsätzlich gilt beim Farbkonzept: von groß nach klein! Erst die Farbe der Wände, dann der Möbel und schließlich der Dekoration wählen. Letzteres lässt sich – wie beschrieben – am schnellsten austauschen.

Interior-Hack #6: Muster aufnehmen

Wenn Muster Wände zieren, etwa durch Tapeten oder Bilder, sollte man das Interior schlicht halten, um das Auge nicht zu überfordern. Dann sollten Möbel und Dekoelemente dezent sein bzw. Farben des Musters bzw. des Motivs aufgreifen. Auf diese Weise kann man prima eine Harmonie herstellen. Auch ein Einrichtungsstück kann auffällig sein und etwa in Gelb oder Blau strahlen, jedoch sollte dann der Rest des Interiors entsprechend schlicht gehalten sein. So wird das Möbelstück zum Eyecatcher.

Interior-Hack #7: Auf Materialmix setzen

Besonders Materialien sind entscheidend, wenn es um Farben geht. Aktuell angesagt sind etwa Sitzmöbel mit Samtbezug sowie Naturmaterialien. So lässt sich zum Beispiel eine senfgelbe Sessel-Sofa-Kombination ausgezeichnet mit einem nudefarbenen Sisalteppich kombinieren. Toll dazu machen sich außerdem Seegrasübertöpfe oder Bambuslaternen, sie bringen ein wenig Californian Boho-Chic nach Hause. Blaue Tupfer fügt man mit blauen Steintöpfen hinzu. Durch sie kommt ein rustikaler Touch ins Haus.

Interior-Hack #8: Pastell wählen

Ein anderer Hack für alle, denen Gelb und Blau zu kräftig sind, bieten die Pastellvarianten dieser Farben. Dabei wird ihnen jeweils Weiß beigemischt. Die Nuancen werden dadurch aufgehellt. So wird etwa aus einem Senf- ein Blassgelb, aus einem Marine- ein Pastellblau – und aus vier Wänden ein ganz individuelles Zuhause.