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»Start Up Spotlight« mit PARS Pralinen

In unserer Rubrik »Start Up Spotlight« stellen wir euch im sisterMAG regelmäßig spannende Neugründungen vor. Dieses Mal mit dabei: PARS Pralinen aus Berlin, gegründet von der Künstlerin Kristiane Kegelmann.

»Start Up Spotlight« mit PARS Pralinen

  • Branche: Patisserie
  • Hauptsitz: Berlin
  • Gründerin: Kristiane Kegelmann

1. Stell dich und PARS Pralinen doch bitte kurz vor: Wer seid ihr und was macht ihr?

Ich, Kristiane Kegelmann (*1990 in München, Deutschland) absolvierte zunächst eine Ausbildung in der klassischen Konditorei, wo ich nach Abschluss in leitender Position in der traditionsreichen Wiener Hofzuckerbäckerei DEMEL tätig war und einen Meister absolvierte. Seit 2014 bin ich als Bildhauerin aktiv. Meine Arbeiten waren bereits im MAK Museum für Angewandte und Zeitgenössische Kunst Wien, sowie in Galerien und zahlreichen Publikationen wie u.a. der Vogue Germany und dem Time Magazine zu sehen. Ich lebe und arbeite in Berlin. Seit 2016 fertige ich, neben der bildenden Kunst, mit meinem kleinen Team exklusive, einzigartige und individuelle Pralinen-Editionen, die seit Januar 2019 unter dem Label „PARS“ (lat.: Teil/ Stück) erhältlich sind. Mit einer PARS Praline halten Sie eine ganz besondere Köstlichkeit in den Händen, die für sinnliche Verführung steht, genauso wie für einen Moment des Innehaltens und Genießens. Damit Genuss sich in seiner ganzen Dimension entfalten kann, sind die Zutaten von unumstößlicher Wichtigkeit. Denn erst wenn die Herstellung der Zutaten mit Achtsamkeit und ganz im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft getätigt werden, kann das Produkt und was daraus entsteht durch seine natürliche Vielfältigkeit überzeugen. Unsere PARS Pralinen sind ein Produkt, welches zu besonderen Anlässen seine bezaubernde Wirkung entfaltet. Soll ein einzigartiger Tag Gästen und geliebten Menschen in Erinnerung bleiben, so können die Stücke als Giveaway ausgehändigt oder auf dem Buffet als Nachspeise angerichtet werden und entlassen beim Verzehr garantiert jede/n Genießer und Genießerin mit einem Lächeln.

Unser einzigartiges Produkt ist ab Herbst 2019 im KaDeWe erhältlich, wird außerdem in China von einer kleinen Manufaktur handgefertigt, in Peking verkauft (BOOMPOPS) und ist für Firmen wie zB. Louis Vuitton, Porsche, Audi oder Ziegert Immobilien eine Wahl, ihre Gäste und Kunden mit einer sinnlichen Besonderheit zu verwöhnen. Außerdem werden die Pralinen regelmäßig für Hochzeiten, Geburtstage oder andere festliche Anlässe geordert.

2. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, PARS Pralinen zu gründen?

Ich habe seit jeher gerne mit meinen Händen die Welt ergründet. Deshalb entschied ich mich nach der Schule erstmal auf dem Terrain der Konditorei/Patisserie und erlangte ebenfalls meinen Meister in dem Handwerk. Bei der K.u.K. Hofzuckerbäckerei Demel in Wien entstanden nach meiner Ausbildung raumgreifende Torten und Zuckerfiguren. Aber das war alles nicht genug. Ich wollte nicht nur, dass bei meinen Kreationen das Äußere überzeugt, sondern auch das Innere meine angemessene Bedeutung erlangt. Mein Weg führte mich also nicht nur in die Bildende Kunst – die Bildhauerei – sondern auf diesem Wege interpretierte ich auch die Pralinen völlig neu und kreierte nie dagewesene Füllungen für meine PARS Editionen.

Das Ergebnis besticht durch Form und Inhalt und mit jedem Verzehr einer solchen Praline entfacht sich ungewöhnliches gustatives Feuerwerk im Gaumen.

3. Was zeichnet eure Produkte aus? Welches Konzept steht hinter PARS Pralinen?

Sämtliche Arbeitsschritte werden per Hand durchgeführt, weshalb jedes Stück ein Unikat in seiner Optik ist. Unsere Pralinen bieten uns die Möglichkeit, unsere Kontakte zur Gastronomie und den Landwirten aufrecht zu erhalten, sowie unsere Werte in Bezug zur Lebensmittelbranche, Landwirtschaft etc. weiter zu geben. Höchste Qualität und Zutaten von kleinen Produzenten, die ausgezeichnete Produkte, meist biologisch – aber nicht notgedrungen, denn Qualität ergibt sich nicht nur durch ein Siegel – und häufig aus der Region um Berlin (mit Ausnahme weniger Zutaten wie zb. Unserer Kuvertüren, die von verlässlichen nachhaltigen Produzenten mit bester Qualität stammen – wir verwenden ausschließlich Chocolate Naive aus Litauen und Felchlin aus der Schweiz), bezeichnen nicht nur den köstlichen Geschmack, sondern bieten uns die Möglichkeit, mit besonderen saisonalen Zutaten zu experimentieren. Wir kennen den Ursprung unserer Zutaten, um die Qualität zu garantieren, sowie Teil eines Arbeitskreislaufes in einer Produktherstellung zu sein, der den Landwirten und kleinen Produzenten ein Überleben sichert.

4. Wie ist euer Team zusammengesetzt?

Mit einem kleinen, aber feinen Team arbeiten wir in den einzelnen Bereichen. Ich selbst bin nach wie vor in der Produktion mit der Unterstützung von einigen freiberuflichen Mitarbeitern, die für größere Projekte eingebunden werden. Da die kleine Firma eigentlich erst seit Januar 2019 existiert (zuvor habe ich das mit meiner damaligen Assistentin nebenher gemacht), sind wir immer noch im Aufbau. Sobald eine feste Regelmäßigkeit im Bestell-Volumen erreicht ist, werden feste Patissiére’s eingestellt. Eine Mitarbeiterin arbeitet in dem Bereich Marketing/Soziale Medien/Kommunikation und ein Fotograf (ein freiberuflicher Fotograf, mit dem wir für unsere Produkt-Fotografie zusammen arbeiten) ist für die Produkt-Fotografie zuständig sowie für geplante Video – Arbeiten.

5. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei euch aus? Gibt es das überhaupt?

Einen typischen Arbeitstag gibt es tatsächlich nur bedingt. Bis auf Laura, unsere Marketing-Mitarbeiterin, arbeiten wir ausschließlich auf Bestellung. Wir produzieren je nach Bestellmenge, also mit relativ flexiblen Arbeitszeiten – wenn viel ist, wird auch mehr gearbeitet. Bei großen Bestellungen für Groß-Veranstaltungen werden die Tage im Team durchgearbeitet und kleinere Bestellungen fertige ich eigens.

6. Habt ihr eine Art Ritual oder eine besondere Tradition im Alltag?

Für mich ist eine gemeinsame Mahlzeit wichtig. Ich koche eine Mahlzeit fürs Team, um den zwischenmenschlichen Kontakt beizubehalten und den Teamgeist zu fördern. Zu Beginn des Arbeitstages treffen sich alle Teammitglieder zu einem kurzen Meeting, in dem der Tagesablauf durchgegangen wird – das hängt natürlich auch davon ab, wie viele Leute an dem Tag arbeiten.

7. Welche Ziele habt ihr für PARS Pralinen? Welche weiteren Produkte oder Änderungen sind geplant?

Ich möchte PARS Pralinen weiter aufbauen, um eine regelmäßige Produktion zu fördern, in dem ein Team aus festangestellten Mitarbeitern die Fertigung übernimmt. Ein kleines Unternehmen, dass gut funktioniert, aber klein genug bleibt, um ihren Werten und der Qualität treu bleiben zu können, nicht den Raum für neue Experimente in Bezug auf Geschmacks Kompositionen und neue Formgebungen, sowie Techniken und Materialkunde zu verlieren, aber genug Aufmerksamkeit erhält, um die Werte, die das Produkt verkörpert, auch tatsächlich weiter zu tragen und Aufmerksamkeit zu schaffen. Für das Produkt, das besonders ist, für die Zutaten, die besonders sind, deren Produzenten, die besonders und ehrlich arbeiten und für das, was es ist. Eine Praline für besondere Momente, die einen solchen Moment bereichern kann, aber auch etwas Besonderes bleibt. Schokolade ist schließlich eigentlich kein Alltags-Konsumgut. Denn so kann der kostbare Rohstoff des Kakaos nicht human und fair angebaut und hergestellt werden. Bewusstsein dafür ist also ebenfalls ein Punkt. Unser kleines Sortiment von 3-5 Pralinen-Editionen, die im Online-Shop bestellt werden können, wechselt alle paar Monate und spielt mit Zutaten, die es gerade herrlich und intensiv gibt. So haben wir zum Beispiel gerade eine Sorte mit feinen sizilianischen Zitronen und Holunderblüten, die direkt um Berlin geerntet wurden und wir arbeiten gerade an einer neuen Füllung mit Linden- und Rosenblüten, die ganz frisch zu uns kommen und ein besonderes Aroma ins Spiel bringen. Exklusive Kundenwünsche realisieren wir auch gerne und entwickeln individuelle Füllungen.