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Immer strahlend, schwerer als Würfelzucker! – Fakten über Gold

Alltäglich haben wir mit Gold zu tun. Nun gut, vielleicht nicht mit wertvollen Barren, aber mit Geldmünzen, Schmuckstücken und Verzierungen, die zumindest golden glänzen. Doch so gewöhnlich dieses Material in unserem Alltag scheint, so außergewöhnlich ist es eigentlich. Es steckt sogar in uns. 0,2 Milligramm Gold soll der menschliche Körper enthalten. Über den Boden und Wurzeln gelangt es in Pflanzen, schließlich in die Nahrung und damit in unser Blut. Lest hier im neuen sisterMAG den ganzen Artikel von Autorin Marlen Gruner.

Immer strahlend, schwerer als Würfelzucker!

Mit diesen verblüffenden Fakten über Gold kann man glänzen

Alltäglich haben wir mit Gold zu tun. Nun gut, vielleicht nicht mit wertvollen Barren, aber mit Geldmünzen, Schmuckstücken und Verzierungen, die zumindest golden glänzen. Doch so gewöhnlich dieses Material in unserem Alltag scheint, so außergewöhnlich ist es auch. Es steckt sogar in uns. 0,2 Milligramm Gold soll der menschliche Körper enthalten. Über den Boden und Wurzeln gelangt es in Pflanzen, schließlich in die Nahrung und damit in unser Blut.

Gold – dessen Bezeichnung übrigens vom altgermanischen Wort »gulþa« abstammt und gelb bedeutet – weckt eine Faszination bei uns Menschen, da es ein seltenes Metall ist. Nicht nur Frauen beeindruckt es nicht selten in Form von Schmuck, sondern auch Männer – so auch die beiden Australier John Deason und Richard Oates. Sie entdeckten 1869 das größte jemals gefundene Goldnugget. Es brachte stolze 72 Kilogramm auf die Waage, trägt den Namen »Welcome Stranger« (deutsch: Hallo, Fremder!) und ist satte 10 mal 25 Zentimeter groß. Doch rund um das glänzende Metall ranken sich noch weitere verblüffende Fakten:

Gold steckt in der Erdkruste

Wirklich wahr! In 1.000 Tonnen Erdgestein stecken etwa vier Gramm Gold. Das ist natürlich nicht viel, machte es aber für Gräber in Zeiten des Goldrauschs umso spannender, in bzw. unter der Erdoberfläche nach dem glänzenden Metall zu suchen. Insgesamt sollen in der Erdkruste bis zu 30 Milliarden Tonnen Gold liegen. Bisher sollen aber gerade einmal rund 190.000 Tonnen abgebaut worden sein. Millionen Tonnen befinden sich zudem angeblich auf den Meeresböden rund um die Erde.

Gold ist schwer

Oh ja! Es ist etwa um ein Vielfaches schwerer als ein Stückchen Würfelzucker. Ein derart großes Nugget wiegt 54 Gramm und ist damit 18 Mal schwerer als ein Stück Würfelzucker.

Gold ist essbar

Das Auge isst ja bekanntlich mit und dürfte beim Anblick vergoldeter Speisen und Getränke größer werden. Denn in gehobenen Restaurants bzw. Szene-Lokalen werden exquisite Leckerbissen und Drinks gern mal mit Blattgold und Goldfäden optisch verfeinert. Aber das war’s dann auch schon. Während Esoteriker Gold eine erheiternde Wirkung zuschreiben, sehen Mediziner keinen physiologischen Effekt in dem Metall. Es wird schlichtweg wirkungslos durch den Verdauungstrakt geschleust und nach dem Genuss wieder ausgeschieden. Einen Eigengeschmack hat es auch nicht, aber als Lebensmittelzusatzstoff eine eigene E-Nummer: E175.

Glanz beeindruckt

Schon seit jeher fasziniert das glänzende Metall. So sollen die alten Griechen gedacht haben, dass Gold eine hochverdichtete Verbindung aus Sonnenlicht und Wasser ist. Die Inka verehrten damit Götter und nannten es den »Schweiß der Sonne«. In der Bibel taucht das Wort »Gold« in ganzen 400 Textstellen und damit häufiger auf als die Begriffe Maria, Josef und Johannes der Täufer zusammen.

Gold ist alt

Bereits vor mehr als 5.000 Jahren soll es entdeckt worden sein und gilt neben Kupfer als eines der ältesten bekannten Metalle der Erde. Um 540 vor Christus sollen die ersten Goldmünzen hergestellt und um 1284 in Venedig erstmals Golddukaten geprägt worden sein. Bis zur Depression in den 30ern wurden sogar Dollarmünzen aus echtem Gold hergestellt. Sogar die ersten Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen waren aus Gold, heute sind sie – aufgrund des Seltenheitswerts des Metalls – »nur« mit sieben Gramm Gold überzogen. Wären die rund 500 Gramm schweren Trophäen aus purem Gold, hätten sie einen Wert von etwa 18.000 Euro.

Gold ist unzerstörbar

Das Metall gilt als äußerst robust und behält seinen Glanz selbst nach Jahrhunderten im Erdboden. Der Grund: Es verbindet sich nicht mit anderen (chemischen) Elementen. Das heißt: Gold setzt keinen Rost oder Grünspan an wie etwa Eisen oder Kupfer und läuft auch nicht wie Silber an. Selbst wenn man es mit aggressiver Säure auflösen würde, könnte man es mittels Elektrolyse wiederherstellen.

Gold ist form- und dehnbar

Von sämtlichen Metallsorten, die uns bekannt sind, ist Gold das am besten form- und dehnbare. Diese Eigenschaft macht es möglich, dass sich ein Stück scheinbar unendlich in die Länge ziehen und biegen lässt. So kann man aus einem einzigen Gramm einen rund drei Kilometer langen, ultradünnen Draht machen. Und der wäre sogar noch viel feiner als das menschliche Haar.