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sisterMAG Start-up Spotlight: Standort-Technologie mit what3words

In unserer Rubrik »Start-up Spotlight« stellen wir euch im sisterMAG regelmäßig interessante Start-up-Unternehmen vor. In dieser Ausgabe wollen wir euch gerne what3words und ihre Standort-Technologie präsentieren. Was dieses Tool kann und was hinter dem Unternehmen steckt, erfahrt ihr in der neuesten Ausgabe in einem Feature.

Start-up Spotlight: what3words

  • Branche: Standort-Technologie
  • Hauptsitz: London
  • Gründer: Chris Sheldrick, Jack Waley-Cohen, Mohan Ganesalingam

Erklärt uns in euren eigenen Worten die Idee hinter eurem Unternehmen / Produkt. Was macht ihr?

what3words ist die einfachste Art, über Standorte zu sprechen. Wir haben die Welt in drei mal drei Meter große Quadrate aufgeteilt, die alle eine einmalige Adresse aus drei Wörtern haben. Die Eingangstür zu unserem Büro ist zum Beispiel unter ///fenster.ausgleichen.nahezu zu finden. Dadurch können sich Leute auf jede genaue Position beziehen – einen Liefereingang, einen Picknickplatz oder einen Landeplatz für eine Drohne –, indem sie drei einfache Wörter verwenden. what3words ist in vier wichtigen Branchen zu finden: Automobilität, Reisen, Logistik und humanitäre Angelegenheiten. Es wird aber auch von Personen in aller Welt genutzt, um Orte zu entdecken, zu speichern und zu teilen.

Zu unseren Partnern gehört Mercedes-Benz, der das weltweit erste Auto mit eingebauter Sprachnavigation per what3words eingeführt hat. Nutzer von Mercedes-Benz, Ford und TomTom können sich nun an alle Orte der Welt navigieren lassen, indem sie drei Wörter zu ihrem Auto sagen. Der globale Logistik-Gigant DB Schenker hat what3words integriert, um seinen Betrieb auf der letzten Meile zu optimieren. Derweil liefert Dominos Pizza sein Essen heißer und schneller an Drei-Wort-Adressen in aller Welt. Reisende erreichen dank der Drei-Wort-Adresseinträge von Lonely Planet und den Gastgebern von Airbnb ihr Ziel mit Leichtigkeit. Und viele humanitäre Partner nutzen die Technologie, um Menschen in Not zu helfen: Die Vereinten Nationen haben die Technologie für die Katastrophen- und Nothilfe übernommen, zusätzlich zu einer Auswahl der British Emergency Services.

Was war die Inspiration für eure Idee?

Unser Mitgründer und CEO Chris Sheldrick hat in der Musikbranche gearbeitet und Live-Musik-Events in aller Welt organisiert. Weil Bands und ihr Equipment andauernd verlorengingen, während sie versucht haben, Veranstaltungsorte und Festivalgelände zu finden, war klar, dass die Adresse einfach nicht ausreicht – und das Problem war allgegenwärtig. Er hat versucht, GPS-Koordinaten anzugeben, aber die Leute hatten Schwierigkeiten damit, sie in ihr Navigations- oder Mobilgerät einzugeben. Außerdem war es fast unmöglich, sie richtig übers Telefon zu kommunizieren. Es konnten schnell Fehler vorkommen, es war schwierig, weiterzumachen, bis es zu spät war. Er hat sich mit einem Freund hingesetzt, und sie dachten über eine Lösung nach, die so präzise ist wie Koordinaten – zudem aber auch prägnant und einprägsam. Zusammen entwickelten sie eine Möglichkeit, präzise GPS-Koordinaten in nutzerfreundliche Wortkombinationen zu verwandeln, und schon war der erste what3words-Algorithmus geboren.

Wie funktioniert es, mit what3words einen interessanten Ort zu finden?

what3words ist kostenlos in den App Stores für iOS und Android verfügbar, ebenso online unter https://map.what3words.com. Um euren derzeitigen Standort oder einen interessanten Ort in eurer Nähe zu finden, klickt ihr auf die Schaltfläche „Derzeitiger Standort“ und verschiebt die Karte an den exakten Ort, den ihr teilen wollt. Die Drei-Wort-Adresse erscheint am unteren Bildschirmrand, und ihr könnt sie über euren bevorzugten Nachrichtendienst teilen oder euch von eurem Navigationsgerät hinführen lassen. Um die Drei-Wort-Adresse eines anderen Standorts zu finden, gebt ihr die traditionelle Adresse ein und verschiebt die Karte, um die Drei-Wort-Adresse zu justieren. In what3words auf den Satelliten-Modus zu wechseln, vereinfacht dies auch.

Was ist der Unterschied zwischen dem what3word-System und anderen Navigationssystemen? Was ist der Vorteil von what3word?

what3words ist ein Adresssystem, im Gegensatz zu einem Karten- oder Navigationssystem. Wir bieten eine einfache und sehr präzise Art an, einen Standort zu kommunizieren, der wiederum in Navigationssysteme eingegeben werden kann – seien dies Navigations-Apps oder In-Car-Systeme wie von Ford oder MBUX von Mercedes-Benz.

Wie finanziert ihr eurer Unternehmen? Wie verdient ihr Geld?

what3words ist kostenlos, und die Nutzung wird für Einzelpersonen immer kostenlos sein. Wir haben auch ein humanitäres Programm, das es berechtigten NGOs erlaubt, unsere Technologie kostenlos oder für eine nominelle Gebühr zu nutzen. Für geschäftliche Nutzungen verkaufen wir Lizenzen für unsere Produkte, einschließlich unserer API und SDKs.

Wie vermarktet ihr what3words?

Die Vermarktungsstrategie von what3words beinhaltet eine enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern, um die Nebengeräusche rund um die Integration zu maximieren. Partner, die what3words integrieren, arbeiten mit unserem In-House-Team, um maßgeschneiderte Vermarktungsinstrumente, Assets und Zugriff auf das gesamte Marketing-Team zu erhalten, damit sichergestellt ist, dass die neue Partnerschaft ein Erfolg ist.

Bei unserem Marketing ist es wichtig, die Probleme hervorzuheben, die schwache Adressierungen hervorrufen, und die klaren und greifbaren Anwendungsfälle für  what3words zu betonen.

Neben Partner-Marketing haben wir in den vergangenen Jahren einen riesigen Zuwachs an Marken beobachtet, die what3words in der Popkultur einsetzen. Unsere Technologie wird in Handlungsstränge eingebaut, wie etwa in eine Episode von »NCIS Los Angeles«, und wurde bei den Dreharbeiten von »Ready Player One« verwendet. Wir haben verschiedene Musikfestivals mit Adressen versorgt und werden von namhaften Bands wie Imagine Dragons und Mumford & Sons genutzt, die mit standortbasierten Competitions die Bindung zu ihren Fans verbessern wollen.

Was ist eure Vision für what3words?

Unser langfristiges Ziel ist es, zum globalen Adress-Standard zu werden, damit weltweit jeder Mensch – in Städten, auf entlegenen Inseln oder sogar in Nomadenzelten im mongolischen Flachland – eine einfache und verlässliche Adresse hat, die er nutzen kann, wann immer er sie braucht. Wir wollen, dass Lieferdienste und Services in aller Welt die Drei-Wort-Adressen nutzen, um effizienter zu werden. Wir wollen, dass Leute die Drei-Wort-Adressen auf E-Commerce-Plattformen und in Food-Delivery-Apps nutzen, und dass sie dort aufgeführt werden, wo what3words zum Standard werden kann, um Menschen in Gefahrensituationen zu orten, Leben zu retten und Hilfsmittel besser nutzen zu können.

Was haben die Gründer vor what3words gemacht?

Chris hat zehn Jahre lang in der Musikbranche gearbeitet, hat Bands gebucht und Produktionen in aller Welt gemanagt.

Jack hat acht Jahre lang die Geschäfte der Übersetzungsfirma Lingo24 geleitet. In dieser Zeit hat er die Größe von fünf Mitarbeitern mit Heimarbeitsplatz auf mehr als 150 Mitarbeiter auf vier Kontinenten gesteigert. Gleichzeitig hat ihn seine Leidenschaft für Frage-Antwort-Spiele dazu gebracht, QuizQuizQuiz zu gründen, Großbritanniens größtes Quiz-Event-Business.

Mohan hat an der Universität Cambridge einen PhD über die »Sprache der Mathematik« gemacht und den europaweiten E. W. Beth Prize für herausragende Dissertationen auf den Gebieten der Logik, Sprache und Information gewonnen. Dank dieser Arbeit wurde er als Forschungsstipendiat am Trinity College ausgewählt, wo er sechs Jahre lang Sprache und Kognition studiert hat.

Wie viele Personen arbeiten 2019 für what3words?

112 an fünf  Standorten.