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Familiengeführte Start-ups – Beispiele aus dem digitalen Zeitalter

Familienunternehmen und Start-ups – wie passt das zusammen? Scheinen familiengeführte Start-ups doch eher eine Seltenheit zu sein im digitalen Zeitalter. Angeregt durch das positive Feedback auf unser eigenes Beispiel haben wir weitere Beispiele für erfolgreiche Firmen recherchiert, die von Geschwistern, Ehepaaren oder sogar Familien gegründet worden sind. Erfahrt mehr über familiengeführte Start-ups wie drybar, The Knot oder Opinary.

Als ich im August einen Artikel über die Start-up Gründung als Familie AUF LINKEDIN veröffentlichte, war ich sehr über das Interesse am Thema und das positive Feedback zu unserer Herangehensweise überrascht. War es mir doch bisher immer so erschienen, dass zwar viele Mittelständler von Familien geleitet werden, aber familiengeführte Start-ups mit digitalen Geschäftsmodellen eher selten von sich Reden machen.

Die vielen Kommentare und Meinungen unter meinem Artikel waren für mich Anlass, mehr auf Start-ups zu achten, die auch von Familien aufgebaut wurden oder werden. Herausgekommen ist eine spannende Liste von Unternehmen, die wir Euch gern in sisterMAG44 vorstellen möchten – denn auch Caillebotte war Teil einer Gründerfamilie. Sein Vater belieferte das französische Militär mit Betten und Bettwäsche und betrieb seit 1830 eine Großwäscherei, die den Wohlstand der Familie begründete. Seine finanzielle Unabhängigkeit begründete viele seiner Aktivitäten als Mäzen und Künstler.

Familiengeführte Start-ups: drybar

Drybar ist eine in Kalifornien ansässige Haarsalon- Kette, die sich ausschließlich aufs Haarstyling, so genannte Blowouts, konzentriert. Das Unternehmen wurde 2008 von Alli Webb und ihrem Bruder Michael Landau gegründet. Seit Gründung haben sie 37 Locations eröffnet und über 2.200 Mitarbeiter eingestellt – darunter auch Webbs Mann Cameron, welcher als Kreativdirektor fungiert und Landaus Frau Sarah. Wer mehr über die Wichtigkeit ihrer Familie bei der Gründung und Entwicklung von Drybar wissen möchte, sollte in die Second Life Podcast Episode 20 hereinhören!

Familiengeführte Start-ups: The Knot

Mitgegründet vom Ehepaar Carley Roney und David Liu, hat sich »The Knot« zu der Webseite rund ums Heiraten entwickelt. Dazwischen liegen 18 Jahre Start-up Leben und Eheleben. Wie die beiden kürzlich im NPR Podcast »How I built this« verraten haben, hat der familiäre Background ihnen bei Investoren eher geschadet, andererseits als Ehepaar-Team schweißen diese Erfahrungen zusammen, weil der jeweils andere Verständnis für den verrückten Start-up Alltag hat.

Familiengeführte Start-ups: Slideshare

Slideshare ist eine Plattform, um auf einfache Art und Weise Präsentationen zu teilen. Gegründet von Rashmi Sinha, dabei unterstützt von ihrem Bruder Amit Ranjan, wurde Slideshare 2012 an LinkedIn verkauft und in deren Angebot integriert.

Familiengeführte Start-ups: Opinary

Mit den Debattenwerkzeugen von Opinary wird es Nutzern ermöglicht, ihre Meinung zu Online-Content zu teilen. Mittlerweile nutzen 15 der größten deutschen Online-News-Seiten und internationale Redaktionen Opinary. Damit werden Positionen sichtbar gemacht und Meinungstrends aufgezeigt. Zwei der drei Gründer sind die Geschwister Pia und Cornelius Frey.

Familiengeführte Start-ups: Careship

Careship bietet stundenweise Betreuung für Senioren und Pflegebedürftige. Die Idee entstand den beiden Geschwistern Antonia und Nikolaus Albert aufgrund familiärer Erfahrungen. Als ihre Großmutter pflegebedürftig wurde und sie keine passenden Pflegekräfte fanden, kam ihnen die Idee zu Careship. Antonia beschreibt das besondere Vertrauensverhältnis und die Offenheit, die sie mit ihrem Bruder verbindet, als Vorteile für eine Gründung als Familie.

Familiengeführte Start-ups: Math24

Gründen mit Bruder, Vater und Stiefmutter? Diese besondere Teamkonstellation war die Basis für den Erfolg von Math24. Die Nachhilfe-App erklärt schwierige Mathematik-Aufgaben Schritt für Schritt – so erfolgreich, dass sich die Familie hinter dem Klett-Verlag beteiligte und Math24 wenig später für 20 Mio. EUR an das amerikanische Unternehmen Chegg verkauft wurde.